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Dachbegrünung

Geschichte des Dachgartens

Die hängenden Gärten in Babylon wurden im 6. Jahrhundert vor Christus erbaut und zählen zu den sieben Weltwundern der Antike. Dieses Mega- Bauwerk mit je 120 Meter Seitenlänge kann man durchaus als Vorreiter der modernen Dachbegrünung bezeichnen.

Der Historiker Diodor beschreibt in seinem Werk die Anlage: Die Terrassen bestanden aus asphaltgetränktem Rohr, worauf zwei Schichten Ziegel als Unterlage für eine Bleideckung und die Erdaufschüttung kamen – quasi die Urform der Dachabdichtung.

In Rom um die Geburt Christi ist der Dachgarten gang und gebe – Mausoleen und öffentliche Gebäude werden mit teils importierten Bäumen bepflanzt, sogar Fischteiche werden auf den Dächern angelegt.

Auf etwa 800 n. Chr. lassen sich die ältesten in Skandinavien und Island gefunden Vikingerhäuser datieren. Häufig halb ins Erdreich gebaut, nutzte man eine Erd- und Vegetationsschicht als Schutz vor den strengen klimatischen Bedingungen. Auch in Kanada werden solche Bauten gefunden.

Im Genua der Renaissance wiederum sind steil angelegte Terrassengärten, aber auch begrünte Dachflächen wieder beliebt.

Zwischen 1600 und 1800 wird in Norwegen Erde als Dämmschicht am Dach genutzt. Die Wurzeln der Bepflanzung verfestigen das Substrat und verhindern abrutschen. Frühe amerikanische Siedler nutzen in den späten 1800 eine ähnliche Technik, als Bauholzknappheit herrscht.

Um 1867 versucht Carl Rabitz in Berlin begrünte Dachfläche als Nutzfläche herzustellen.

Um die Jahrhundertwende gab es in Berlin etwa 2.000 Gründächer, die als sogenanntes Holzzementdach konstruiert waren. 50 von ihnen sind heute noch dicht! 1839, von Böttchermeister Samuel Häusler aus Hirschberg in Schlesien entwickelt, besteht die Konstruktion des Holzzementdaches aus einer Kiesschüttung auf Teerpappe. Anstelle von Kies wurde häufig auch Bauaushub und Bauschutt verwendet. Im Laufe der Zeit siedelten sich Pflanzen an, so daß man ein Holzzementdach als Wildwiese bezeichnen kann.

Da die Dichtungsmasse dieser Dächer hauptsächlich aus Teer, einem Nebenprodukt der Kohleverarbeitung, besteht, und dieser Stoff einen gleichsam “aseptischen” Einfluss auf die Wurzeln hat, der über Jahrzehnte erhalten bleibt, sind diese Dächer auch heute noch dicht.

Die 1914 von Le Corbusier konzipierten Domino-Häuser legten die Grundlage für die Nutzung der Dachfläche.

In den 1930ern, zu Beginn des 2. Weltkrieges, nutzten die Briten die Camouflage Eigenschaften eines grünen Daches und kleideten militärische Hangars in Torf.

In den frühen 60ern werden in vielen Ländern Europas, vorrangig aber in Deutschland und der Schweiz terrassierte Gründächer erforscht.

Ab 1980 entstehen in Deutschland die ersten extensiven Dachbegrünungen. Basierend auf der Forschungsarbeit der 70er Jahre entstehen zuverlässige Systemlösungen.

Ab 1982 gibt die FLL Regelwerke und Richtlinien für die Dachbegrünung heraus, diese wird auch in Österreich genutzt, da es noch keine entsprechende Norm gibt.

1983: Linz fördert als eine der ersten Städte Europas die Herstellung von Dachbegrünungen.

ab 1990
geben die “Richtlinien für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen” der FLL den Stand der Technik für extensive und intensive Dachbegrünung vor.

seit 2003
Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) veranstaltet jährlich ein Branchensymposium, auf dem die neuesten Trends und Entwicklungen der Dachbegrünung präsentiert werden.

März 2008
Die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) veröffentlicht die neueste Richtlinie für Planung und Ausführung für die Dachbegrünung.

2008 kommt mit der ONR 121131, ab 2009 „ÖNORM L 1131 Gartengestaltung und Landschaftsbau – Begrünung von Dächern und Decken auf Bauwerken – Anforderungen an Planung, Ausführung und Erhaltung“ das österreichische Pendant zur Deutschen FLL Richtlinie heraus.

Quellen:

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